Ausstellungen

Headline mit „Kunstausstellung“

Kurzer Anreißer unter der Headline

Die Kunstausstellung Bridging a Gap widmet sich der Auseinandersetzung des Malers mit der anthropogenen Landschaft. Dieser Begriff umfasst die Welt aus der Sicht Davidoffs, die sich ihm als eine Kulturhistorische präsentiert. Dieser Vorstellung folgend untersucht er in seiner Ausstellung das Wechselspiel von Kultur und Natur, indem er die Welt innerhalb ihrer natürlichen sowie den vom Menschen geprägten Stufen porträtiert. Das Betrachten seiner Bilder in der Kunstausstellung gleicht daher oftmals einer Reise auf der Suche nach dem Ursprünglichen. Immer tiefer verstrickt sich der Mensch dabei in seiner eigenen Existenz, egal ob er in einer Menschenmenge aufgeht, Kathedralen, Hochhäuser in ihrer Gewaltigkeit um sich schwirren sieht, den Blick auf scheinbar unendliche Bachläufe richtet oder aber das Dickicht des Waldes ihn seine geringe Größe im Angesicht der übermächtigen alles überwuchernden Natur erfahren lässt. Doch die Perspektiven scheinen sich in seinen Ausstellungen zu verändern, wer oder was ist denn Kreatur und wer der Kreator? Wer schafft was? Oder vielmehr, was schafft wen? Grenzen heben sich in seiner Kunstausstellung auf, Naturgesetze verschwimmen, Isolation verschwindet, alles scheint eins zu sein – und ist es doch nicht. Exemplarisch kann dieser Prozess anhand des Bildes „Zuwachs“ in seiner Ausstellung nachvollzogen werden. Ein starker Baumstamm, dünnes sich ins Endlose emporstreckendes Geäst demonstriert auf filigrane Art die Gewalt der Natur sich des vom Menschen Geschaffenen zu bemächtigen. Jedoch wirkt der Baum seiner Lebendigkeit beraubt, schwarz, traurig. Der konturenbetonte, fast holzschnittartige Baum bricht sich auf dem spiegelnden fluoreszenten Untergrund, einander sich ausschließende Gegensätze werden in seinen Kunstausstellungen eins und heben sich doch deutlich voneinander ab. Davidoff lotet die ganze Bandbreite malerischer Techniken aus, da er neben Arbeiten auf Leinwand aktuell auch Edelstahlplatten oder patinierte Kupferplatten als Grundlage für seine Malerei verwendet. Durch das Zusammentreffen des reduzierten Farbauftrags und des weichen, zähen Metalls, welches in Form gebracht und schließlich auf einen massiven Holzkern überzogen wird, erhalten Davidoffs Bilder in seinen Kunstausstellungen ihre besondere Wirkung, bei dem der Malgrund überaus spürbar wird. Hier weisen bereits die Materialien die fruchtbare Wirkung von Mensch und Natur auf, denen der Künstler durch spezielle Schleiftechniken Reliefcharakter und dadurch Dreidimensionalität verleiht. Die auf seinen Bildern in der Kunstausstellung reduzierten und abstrahierten Menschen oder Gebäude werden besonders aufgrund jener Technik deutlich hervorgehoben. Auf diese Weise vermag der Künstler dem einfachen visuellen Wahrnehmungsak tin seinen Ausstellungen eine weitere, fast magische Dimension zu entlocken.